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Marcel Renggli

Die erste Halszither baute Marcel Renggli, (geboren 1947) 1998 massstabsgetreu nach einem von Anton Amrein 1922 gefertigten Instrument. Zargen, Decke und Boden bestehen aus selbst gefertigtem, 1,5 Millimeter dünnem Sägefurnier. Durch die leichte Bauweise wurde ein satteres Klangvolumen erreicht.

Schon bald stellte sich heraus, dass diese leichte Bauweise zwar optimal für den Klang, jedoch nicht für den Korpus ist. Es entstanden Risse neben dem Steg und unter der Decke. Der Hauptgrund für die Instabilität lag beim Saitenzug. Auch die meisten Amrein-Zithern sind von solchen Schäden betroffen. Um diese Probleme zu vermeiden, suchte Renggli nach neuen Möglichkeiten, die Stabilität zu erhöhen.

2004 entwarf der Hergiswiler eine Halszither mit einer nicht ganz neuen, aber veränderten Deckenkonstruktion. 2005 folgte die Konstruktion mit einer gebräuchlichen gitarrenförmigen Zargenform, aber mit 2,5 Millimeter starkem Sägefurnier. Die Zargen innen sind mit breiteren Reifen verstärkt. Und: Unter der Decke - quer zum Instrument – hat Düftler Renggli zwei Verstärkungsleisten mit einem Abstand von 4 Millimetern zu den Zargen befestigt. Das Schallloch positionierte er nicht wie üblich in der Mittelachse, sondern in der oberen Deckenhälfte - mit dem Effekt eines interessanten Prospektes und vor allen Dingen einer insgesamt höheren Stabilität im Bereich des Saitenverlaufs.

2006 kam ein weiteres Instrument dazu Renggli ging dabei neue Wege. Änderungen erfuhr vor allem die Deckenkonstruktion. Der stehende und stabile Bassbalken ist im Innern des Resonanzkastens in der Mitte zum Unter- und Oberklotz geführt und mit diesem verleimt. Damit ist es gelungen, den Druck der Saiten und des Steges auf der Instrumentendecke direkt zu stabilisieren. Die Fichtendecke ist aussen in der Längsrichtung im Bereich des Steges leicht geknickt und quer zum Instrument gewölbt. Diese Art Deckenlage hat sich beim Mandolinenbau bewährt. Damit konnte, wie das früher gebräuchlich war, sogar auf Verstärkungsleisten unter der Decke verzichtet werden. Die Schallöffnung ist neben dem durchlaufenden Bassbalken ausgeschnitten. Die bei den Vorgängermodellen immer noch „labile“ Stabilität wurde so erneut verbessert. Besonders erwähnenswert ist der helle, glockenartige Klang.
 

 


 

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